Aktuelles

November / Dezember 2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch auch hier, wie in ganz Rumänien, werden unliebsame Tiere einfach entsorgt oder wenn sie alt und unbequem werden, nach dem Urlaub einfach nicht mehr mitgenommen. So hatte sich dort eine kleine Aussiedlerkolonie an Hunden gebildet, die versuchten dort zu überleben. Während der Sommersaison war dies kein Problem doch wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Strassen so zugeschneit werden dass kaum mehr ein Durchkommen ist, dann wird es für diese Hunde hart, besonders für die alten und die Welpen aus diesem Jahr.

Meistens überleben nur einige Hunde den Winter. Dieses Jahr war eine Tierschützerin im Spätherbst im Dorf und sah das Elend. Mit ihrer Kamera machte sie einige Bilder und wollte dokumentieren wie hart das Leben für rumänische Hunde ist. Nachdem sie diese Bilder bei fb eingestellt hatte, meldeten sich Menschen, die helfen wollten.

Letztendlich übernahm Irinas Tierhilfe 6 von den ca 20 Hunden darunter die 2 ältesten Hunde der Gruppe. Wir hoffen diesen Hunden ein besseres Leben zu ermöglichen und geben ihnen eine Chance den Winter zu überleben.

 

 

 

 

 

 

 

Besonders für den grossen weissen Duke war dies wohl Rettung in letzter Minute. Der alte Hundesenior kann sich nur noch langsam bewegen und hatte Wunden am ganzen Körper. Jetzt dürfen die Neuankömmlinge sich erst mal bei uns in der Pension sich erholen, fressen soviel sie wollen und dann werden sie auf ein besseres Leben vorbereitet. Wir suchen für alle unsere Berghunde Pflege - oder Endstellen und würden uns über jede Unterstützung freuen.

 

Die Berghunde Geschichte -

oder ein Weihnachtsmärchen

 

Es war einmal ein kleines verschlafenes Bergdörfchen mitten in Rumänien wo sich eine kleine Bergstrasse hochgewunden hat um die Einwohner und die Gäste wenigstens mit einem Anschluss zur Welt zu verbinden.

 

Oberhalb des Dorfes befanden sich nur noch ein paar verlassene Berg - und Jagdhütten und dann endete das Tal schon. Im Sommer ist die Gegend bei rumänischen Touristen und Campern sehr beliebt, da es dort wunderschöne Fahrrad- und Wanderwege gibt und der Fluss zum Baden einlädt.

Januar 2015


Was gibt es Neues angesichts der Hundepolitik in Rumänien? Denn politisch hat sich einiges in den letzten Monaten verändert.

Politisches

 

Der Vertreter der Demokraten und Liberalen und gleichzeitig Bürgermeister von Sibiu Klaus Johannis hat am 16. November 2014 die Wahl zum Staatspräsidenten in Rumänien gewonnen.


Dies lässt die Tierschützer in Rumänien und allen anderen Ländern der Welt hoffen, denn bereits in seiner Heimatstadt Sibiu hat Herr Johannis sich positiv hinsichtlich der Strassenhund Problematik geäussert und sich pro Kastrationen ausgesprochen. Wir hoffen dass es endlich keine Hundetötungen mehr gibt und das neue Gesetz durchgesetzt wird.

 

Korruption, Betrügereien und Veruntreuung öffentlicher rumänischer und EU Gelder haben dann hoffentlich ein Ende.

 

Das sagt der neue Präsident zu den Hundemorden in seinem Land: johannis_zum_hundemord.jpg

 

Das neue Gesetz

 

Seit Juni 2014 ist aufgrund heftiger Bemühungen vom Tierschützer Claudiu Dumitriu und seines Teams das Töten von Strassenhunden wieder verboten worden. Doch bis jetzt hält nicht niemand daran v.a. da es nicht kontrolliert wird. Oft stehen die Polizisten auf der selben Seite wie die korrupten Hundefänger denn mit dem Hundefang ist jede Menge Geld zu machen. Es gibt nämlich pro Hund eine Prämie von 50 Euro - was bei einem durchschnittlichen Gehalt von 400 Euro in Rumänien eine Menge Geld ist. Allein in Bukarest wurde ein Budget von rund 13 Millionen Euro für den Hundefang freigegeben. Das meiste Geld stammt aus EU Geldern und sollte für den Tierschutz eingesetzt werden.


Zumeist werden einfach zu fangende Hunde mitgenommen - also Welpen, zutrauliche Hunde oder auch mal Hunde aus Hintergärten oder direkt aus der Hand von Gassigängern.


Die Hundefänger die sich unter dem Namen ASPA zusammengtan haben gehen hier brutal vor auch gegen Menschen die sie davon abhalten wollen oder die ihren eigenen Hund nicht freiwillig hergeben. 


Hier ein Video von Animal United zum Thema ASPA und der gefährliche Strassenhund 

http://www.focus.de/wissen/videos/animalsunited-startet-project-romania-sehen-so-gefaehrliche-strassenhunde-aus_id_4210450.html

 

Rumänische Hunde ohne Chance?

 

Im September wird über ein neues Gesetz entschieden. Wenn es abgesegnet wird, dürfen rumänische Hunde nicht mehr in andere EU-Länder eingeführt werden. Sollte es dazu kommen, ist Schluß mit der rettenden Adoption ins Ausland. Viele Tierfreunde versuchen dies derzeit mit Protesten und Petitionen zu verhindern.

Seit Beginn 2014 hat sich die Situation der Streunerhunden weiter verschlimmert. Die geschundenen Tiere haben nur eine Chance: Nachdem sie eingefangen und in einen öffentlichen Shelter gebracht wurden, müssen sie in innerhalb von zwei Wochen adoptiert werden. In den Sheltern herrschen schreckliche Bedingungen: Viele Hunde verdursten und verhungern, sie werden medizinisch nicht versorgt, sind Wind und Wetter ausgesetzt und werden brutal behandelt. Die Behörden ignorieren diesen Skandal.

 

Am 21. März 2014 sorgte eine Aktion der Hundefänger für Aufsehen. Die rumänische Veterinär-Aufsichtsbehörde ASPA nahm 18 Hunde mit, die in der Obhut von VIER PFOTEN waren. Die Tiere wurden schwerst misshandelt, einige starben. Alle waren registriert, hatten Pässe und Adoptionsstellen.

 

Die Grausamkeit dieses Vorfalls bewegte viele Menschen, auch solche, die bisher von den Vorkommnissen in Rumänien noch nicht viel mitbekommen hatten. Es zeigte aber auch die sich weiter zuspitzende ausweglose Situation der rumänischen Straßenhunde.

 

Hier ein Video dieser schrecklichen Tat:

EU-weiter Kampf gegen den Hundemord

 

EU-weit demonstrierten Tierschützer am 8. März gegen die Gewalttaten an Straßenhunden. Mit Kundgebungen und Mahnwachen wurde der brutal getöteten Hunde gedacht. Auch in Rumänien stehen immer mehr Menschen gegen den Hundemord auf. Allein in Bukarest zählte eine der Aktivistinnen, Andy Draghici, die auch mit Irina Iordache zusammenarbeitet, mehr als 500 Menschen. "Mit der Lüge über den Tod des Jungen haben die Politiker die Rumänen gegen die Straßenhunde aufgebracht. Sie brauchten eine Geschichte, weil wir mit den Hunden aufgewachsen sind und sie mögen", erklärt Draghici. Inzwischen sei die Geschichte alt und die Agression gewichen. "Doch wir Tierfreunde leiden weiter und sind stärker geworden", sagt Andy Draghici. Allein auf ihrer Facebook-Seite, die über die Demonstrationen berichtet, informierten sich 30 000 Menschen, vorwiegend Rumänen.

 

Bildnachweis: Andy Draghici

Tötungen der Straßenhunde

 

Die Hintergründe der Strassenhundpolitik werden in einem Artikel vom WDR gut beleuchtet. Deshalb hier der komplette Artikel zu den Strassentötungen und den Hintergründen.

 

Am 2. September 2013 finden Passanten in einem Bukarester Park die Leiche eines vierjährigen Jungen. Die offizielle Todesursache: Verblutung durch zahlreiche Hundebisse. Der schreckliche Todesfall führt bei vielen Bukarester Bürgern zu einem Wendepunkt: Die bisherige Toleranz gegenüber den rumänischen Straßenhunden schwindet.

 

Die Angst vor den Hunden wächst

 

Alleine in Bukarest leben zwischen 30.000 und 65.000 Streuner. Und nicht immer geht es dabei friedlich zu. In manchen Stadtbezirken gehen die Menschen nicht mehr alleine auf die Straße aus Angst vor den Rudeln. Die Stimmung unter vielen Bewohnern kocht schon seit Jahren hoch. Doch laut eines Gesetzes von 2012 müssen die Straßenhunde in Rumänien geschützt werden. Das Töten der Hunde ist nur erlaubt, wenn sie krank oder nachweislich aggressiv sind. 

 

Rumäniens Präsident empfiehlt die Tötung der Straßenhunde

 

Doch mit dem Tod des kleinen Jungen ist für viele Bürger das Maß voll. Die Mehrheit verlangt nun eine härtere Lösung. Am 6. September kommt es zu einer großen Demonstration in Bukarest. „Wir wollen keine Straßenhunde haben“, protestieren die Demonstranten, „wir haben Angst um das Leben unserer Kinder“. Viele rumänische Politiker, wie der Präsident Traian Basescu, sehen es genauso. Kurzerhand schlägt er der Regierung eine Notfall-Verordnung vor, die vorsieht, „dass Hundeliebhaber innerhalb einer kurzen Frist die Straßenhunde adoptieren können. Wenn die Frist verstrichen ist, werden die Hunde, die nicht adoptiert wurden, euthanasiert.“ 

 

Eine Notfall-Verordnung sieht vor, dass Privatpersonen Straßenhunde adoptieren können. Hunde, die kein neues Zuhause finden, werden getötet. Als Frist sind 14 Tage vorgesehen. Wenn die eingefangenen Hunde innerhalb dieser Frist nicht adoptiert werden, würde das ihren Tod bedeuten. Der Vorschlag kommt einem Aufruf zur Massentötung gleich. Und es wäre nicht die erste Tötungsaktion in der Geschichte der rumänischen Straßenhunde. „Es gab in Rumänien in der Zeit zwischen 2000 und 2004 bereits eine großangelegte Tötungsaktion gegen Straßenhunde“, erklärt Dr. Andrea Berg von der internationalen Tierschutzorganisation Vier Pfoten. „Interessanterweise war der heutige rumänische Präsident damals Bürgermeister von Bukarest, und der hat in seiner Amtszeit dort mehr als 140.000 Hunde umbringen lassen.“ Bewirkt hat diese Aktion offensichtlich gar nichts. Bereits zehn Jahre später leben abermals zehntausende Hunde auf den Straßen der Hauptstadt.

 

Die Straßenhunde – eine der vielen Hinterlassenschaften von Ceauşescu

 

Begonnen hat das traurige Kapitel der Straßenhunde Ende der 1970er Jahre in Bukarest. Der damalige Diktator Ceauşescu wünschte sich eine moderne, sozialistische Hauptstadt mit Plattenbauten. Ganze Stadtteile wurden einfach abgerissen. Die alten Häuser mit ihren Gärten verschwanden, und damit auch die Heimat der vielen Hunde. Sie landeten auf der Straße.

 

Das Versagen der Politik

 

Seit nunmehr 35 Jahren haben die Politiker es versäumt, das Problem der Straßenhunde in den Griff zu bekommen. Statt konsequent Kastrationsprogramme durchzuführen, gaben sie in den letzten Jahren vermehrt Geld für den Bau von staatlichen Tierheimen aus. Manche stehen mitten auf einer Mülldeponie, nur mit dem Notwendigsten ausgestattet. Ein Millionengeschäft für die Betreiber. Denn für jeden eingefangenen Hund gibt es bis zu 240 Euro vom Staat, unabhängig davon, ob das Tier nur eine Woche oder ein paar Monate im Tierheim bleibt. 

Die staatlichen Tierheime sind ein gutes Geschäft für die Betreiber: 240 Euro gibt es pro eingefangenen Hund. Wie lange das Tier bleibt, ist unwichtig. Angeblich vier Millionen Euro stehen der rumänischen Tierschutz-Aufsichtsbehörde jährlich zur Verfügung. Davon werden nur 40.000 Euro für die Kastration der Hunde verwendet. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch das Aussetzen von Hunden ist bislang nicht verboten. Von behördlichen Begleitmaßnahmen wie Aufklärungskampagnen in Schulen oder unter der Bevölkerung keine Spur. „All diese Dinge passieren nicht. Es ist also ein selbstgemachtes Problem der Behörden“, beklagt die Tierschützerin Dr. Andrea Berg.

 

Eine tiergerechte Lösung erfordert Zeit

 

Seit einigen Jahren versuchen internationale Tierschutzorganisationen, die Population der rumänischen Straßenhunde einzudämmen. Mit einem Team von 14 Mitarbeitern konnte alleine Vier Pfoten in den vergangenen fünf Jahren mehr als 10.000 Hunde in Bukarest kastrieren. Damit die Population deutlich sinkt, müssten mindestens 80 Prozent der Hunde kastriert sein. „Wir können es schaffen, innerhalb der nächsten Jahren zusammen mit anderen Organisationen und den Behörden alle diese Hunde zu kastrieren“, erklärt Dr. Berg. Ein deutlicher Rückgang in der Anzahl der Straßenhunde wäre dann in etwa fünf bis sieben Jahren zu erwarten.

 

Tötungen werden erlaubt

 

Doch alle Bemühungen von nationalen und internationalen Tierschützern erleiden nun einen schweren Rückschlag durch das Urteil des rumänischen Verfassungsgerichts vom 25. September 2013. Das Gericht hat eine Klage gegen ein kurz vorher vom Parlament verabschiedetes Gesetz abgewiesen und die Tötung der Straßenhunde damit erlaubt. Nun fehlt nur noch die Unterschrift von Staatspräsident Traian Basescu, damit das Gesetz in Kraft treten kann. Eine Verpflichtung zum Töten der Hunde besteht ausdrücklich nicht, die Kommunen dürfen sie über die Frist von 14 Tagen hinaus weiter versorgen, falls deren Tierheime dafür Kapazitäten haben. Auch sieht das Gesetz vor, dass die Hunde nur mit Methoden getötet werden dürfen, die keine Qual verursachen. Um Massentötungen zu vermeiden, muss die rumänische Gesellschaft aber dringend eine Lösung finden, die Menschen UND Tieren gerecht wird.

 

Autor: Jörg E. Mayer

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